Lippeportal - Dezember 2021

In der Fußgängerzone lauert der Tod...

Dezember 2021

In diesen Tagen findet wieder der eine oder andere Advents-, Weihnachts- oder Wintermarkt statt. Unzählige Menschen treffen sich an Glühweinbuden, fahren Karussell und durchforsten die Wühltische der heimischen Läden nach Geschenken für Ihre Liebsten. Weihnachten naht mit schnellen Schritten und für Viele wie immer überraschend.

Aber auch in diesem Jahr sind wir weit von der Normalität entfernt. 3-G, 2-G oder G-doch-nach-Hause? Für viele Menschen verwirrend, für einige nicht nachvollziehbar. Schnell wird Abstand genommen, sobald jemand niesen muss, weil der Zimtduft in der Nase kitzelt. So kann nur schwer eine entspannte Weihnachtsstimmung aufkommen.

Dazu lauert überall der Tod. Nicht unbedingt in Form eines Virus, sondern vielmehr in Form ausbleibender Umsätze bei den Gewerbetreibenden. Den Schaustellern fehlt die Laufkundschaft, der Gastronomie fehlen Weihnachtsfeiern, und der Handel leidet darunter, dass sich viele Kunden im letzten Lockdown ans Onlineshopping gewöhnt haben. Unser Verhalten hat sich verändert. Nicht unbedingt zum Besseren.

Aber was können wir tun? Ich halte nichts davon die ganze Schuld bei den Ungeimpften abzuladen. Ich selbst bin geimpft und rate auch jedem dazu. Dennoch kann ich verstehen, dass einige Menschen verunsichert sind. Erst das Hickhack um verschiedene Impfempfehlungen. Dann ständig andere Kriterien für den Ernst der Lage, und schließlich Zahlen, die niemand mehr nachvollziehen kann. Weihnachtsmärkte öffnen bei teilweise 10-fachen Infektionszahlen im Vergleich zur letzten Totalschließung? Erstaunlich! Und wenn dann noch Politiker im Fernsehen erklären, dass Sie die nächste Welle nicht hätten kommen sehen, dann muss man sagen, dass genau diese Unfähigkeit dazu beiträgt, dass einige Menschen zweifeln. Zumindest an der Politik und daran, dass die Maßnahmen alle sinnvoll sind.

Aber im Zweifel ist man halt auch gut beraten, auf Nummer sicher zu gehen. Impfen ist aus meiner Sicht der beste Weg, aber wer das ablehnt, der sollte seine Kontakte im öffentlichen Raum vielleicht auch freiwillig auf ein Mindestmaß beschränken.

Und wie helfen wir nun der Gastronomie und dem heimischen Einzelhandel, zu überleben?
Erkundigen Sie sich, ob Ihr Lieblingsrestaurant auch zu den Feiertagen etwas liefert, und kaufen Sie Ihre Geschenke weiter vor Ort. Wenn man die eigenen 4 Wände dazu nicht verlassen will, geht das bei vielen heimischen Händlern auch online. Das hält die Unternehmen und damit auch die Innenstädte am Leben. Für die Zeit nach der Pandemie. Wenn wir uns wieder unbeschwert auf Stadtfesten treffen. Es wird wohl noch eine Weile dauern, aber ich kann es kaum erwarten. Bleiben Sie gesund.

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