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Lippeportal - Juli 2020

Großer Systemabsturz in kleinen Gehirnen?

Juli 2020

Stuttgart ist kein Einzelfall. Die Nerven liegen blank. Seit Wochen ist die Partyszene zum erliegen gekommen. Die nächtlichen, alkoholgeschwängerten Exzesse können nicht mehr auf der Tanzfläche eskalieren und zur gewünscht bedeutungslosen Sexeskapade auf dem Rücksitz eines 3er-BMW führen. Kein Wunder also, dass die Partyszene da gerne mal durch die Stadt zieht und ein paar Schaufensterscheiben einschlägt. Randalieren und Plündern ist ja seit jeher ein geeignetes Mittel, um seine Unzufriedenheit am System, dem Staat im Allgemeinen oder auch der Kritik am Mittagessen Ausdruck zu verleihen.

Ja, nennen Sie mich ruhig altmodisch oder konservativ, aber ich habe da so meine Zweifel, ob blinde Zerstörungswut und Körperverletzungen irgendetwas zur Verbesserung der Gesellschaft beitragen können. Wenn man einzelne Entscheidungen der Politik ablehnt, kann man Parteien wählen, die dem eigenen Weltbild mehr entsprechen. Wenn man grundsätzlich alle für untragbar hält, kann man auch selbst kandidieren. Notfalls ohne Partei. Ein paar hundert Unterstützerunterschriften reichen. Und wenn man das ganze System, unser Land und überhaupt auch jede Art von Regeln für sich ablehnt, dann kann man ja auch immer noch in einen anderen Ort, ein anderes Land oder zu einem andren Planeten übersiedeln.

Es ist in jedem Fall keine geeignete Form von Kritik, wenn man Mülltonen anzündet, Schaufenster einschlägt und auf dem Rückweg noch ein paar Polizisten mit Steinen bewirft. Die Ausrede des Widerstandes gegen Staatsorgane wird erst so richtig absurd, wenn sich die Gewalt auch noch gegen Feuerwehrleute oder Sanitäter richtet. Leider kein Einzelfall. In Berlin gab es letztes Jahr über 200 Angriffe auf die Feuerwehr, die teilweise sogar mit Brandstiftungen angelockt wurde, um die Rettungskräfte dann mit Feuerwerkskörpern zu beschießen. Widerlich. Diesen Tätern muss man sofort sämtliche Bürgerrechte und vor allem jede soziale Unterstützung entziehen, gerade weil diese Idioten unsere soziale Gemeinschaft angreifen. Gewaltsame Übergriffe oder auch nur die Behinderung von ehrenamtlichen Helfern und Rettungskräften sind in keinem Fall der Ausdruck irgendeines Protestes, sondern einfach nur ein abscheulicher Anschlag auf unsere Freiheit. Denn wie frei und sicher können wir uns noch fühlen, wenn niemand mehr zu einem Wohnungsbrand kommt? Wenn keiner mehr beim Verkehrsunfall hilft? Wenn niemand mehr den Krankenwagen fahren will?

Auch ich ärgere mich, wenn mich die Polizei anhält, weil ich zu schnell gefahren bin, oder mich nicht angeschnallt habe. Ja und ich kann mich auch über den einen oder anderen Beamten ärgern, aber trotzdem möchte ich in keinem Land leben, in dem es keine Polizei gibt. Denn im Regelfall ist die Polizei eben doch "Freund und Helfer".
Freunde und Helfer bewirft man nicht mit Steinen, sondern erweist ihnen Respekt.

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