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Lippeportal - November 2017

8 Milliarden für Fake-News und Gruppentherapie in Talkshows?

November 2017

Wie weit sind wir international, medientechnisch gekommen? Ausgerechnet George W. Bush kritisiert jetzt Donald Trump dafür, dass noch nie so viel gelogen wurde. Trump ist ja bekanntlich Medienkritiker, Twitter-Experte und nebenberuflich Präsident der USA. Aber Bush? Hat der nicht aufgrund von nicht vorhandenen Massenvernichtungswaffen und unbewiesener Gerüchte über Terror-Strippenzieher den Irak zurück in die Steinzeit gebombt? Ist nicht gerade dieser nachweislich dümmste Präsident aller Zeiten durch falsche Nachrichten (vermutlich seiner eigenen) fehlgeleitet worden? Fake-News sind nichts Neues.

Schon seit einiger Zeit steht auch das öffentlich-rechtliche Fernsehen in Deutschland in der Kritik. Nachrichten, die im Verdacht stehen, nicht nur schlecht recherchiert zu sein, sondern auch noch mit einer zumindest unterschwelligen Wertung durch die Redaktionen und Sprecher vorgetragen werden. Hinzu kommen Talkshows, in denen Moderatoren vor allem ihre eigene Meinung bestätigt wissen wollen.
Und das für ca. 8 Milliarden Euro jährlich, die mit den Rundfunkbeiträgen (vormals GEZ) ohne adäquate Gegenleistung einkassiert werden. Brauchen wir das?
Es wäre doch schön, wenn über die Qualität und Sinnhaftigkeit der Sendungen nicht die Intendanten nach Gutsherrenart entscheiden würden, sondern die Zuschauer über ihre Fernbedienung nicht nur abstimmen könnten, ob sie sowas sehen wollen, sondern vor allem, ob sie dafür bezahlen wollen.

In einer Umfrage hat sich die Mehrheit der Deutschen jetzt für die Zusammenlegung von ARD und ZDF ausgesprochen. Man darf hier wohl gespannt sein, wie weit dieser Volkswille Gehör und Einfluss findet. Aber vielleicht gehört ja auch diese Umfrage zu den Fake-News. Wie gut, dass ARD und ZDF wissen, welche Nachrichten wahr sind, welche kunstverständigen Sendungen wir sehen sollten und was wir nach einer Talkshow zu denken haben. Das ist doch ein allumfassender Service. So nimmt man uns nicht nur unser Geld sondern auch die Entscheidung ab.
Am Ende ist es die Entscheidung der Politik, ob Sender zusammengelegt werden. Aber ich habe anhand zahlreicher Fragen meine Zweifel. Werden die Gebühren dann wirklich halbiert? Müssen wir dann nur noch halb so viele "Til-Schweiger-Tatorte", "Laber-Talkshows", "C-Promi-Kochduelle" und anderes sehen? Und gibt es dann überhaupt noch genug Sendezeit, damit Politiker und Schönsprecher aus der seichten Unterhaltung ihre Abende auch weiterhin in den therapeutischen Gesprächsrunden diverser Talkshows verbringen können?
Blockbuster-Unterhaltungsprogramme gibt es genug bei den "Privaten".

8 Milliarden für den Staatsfunk von ARD und ZDF? Ich denke ein gut gemachter öffentlicher Sender für 4 Millarden (oder weniger) reicht völlig aus.

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