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Lippeportal - März 2016

Politisch und doch gut gelaunt.

März 2016

Eigentlich bin ich ein sehr politisch denkender Mensch und gerne beziehe ich deutlich Stellung, aber darf man das, ohne gleich in eine Schublade gesteckt zu werden? Und wie kommt man da wieder raus, wenn man erst mal als "idealistischer Gutmensch" oder "ewig Gestriger" abgestempelt ist? Wieso werden sowohl Multikulti wie auch Heimatkultur plötzlich zu Schimpfworten? Wieso tragen links-grüne Politiker Schilder mit "Nie wieder Deutschland" vor sich her? Und wieso kann überhaupt irgendeine Gruppe für sich behaupten, dass nur Sie "das Volk" sind?

Neulich habe ich einen sehr schönen Satz gehört: "Lippe ist meine Heimat, Deutschland mein Vaterland und Europa unsere Zukunft." Das kann ich voll unterschreiben, und ich freue mich über jeden, der das auch so empfindet, auch wenn sein Vater- oder Mutterland ursprünglich ein anderes war. Ich liebe meine Heimat und die Kultur, und ich möchte, dass sich diese weiterentwickelt, aber nicht, dass sich diese völlig verändert. Fände ich einen anderen Kulturkreis besser, würde ich dort leben. Zum Beispiel in der Karibik oder in Bayern.

Und trotzdem: Hin- und hergerissen zwischen Helfersyndrom und Zukunftsängsten, wäre ich so gerne unbeschwert, ohne politische Diskussionen in denen regelmäßig die Last der ganzen Welt aufgearbeitet wird. Muss ich wirklich mit gesenktem Haupt um den "Claudia-Roth-Betroffenheitspreis" wetteifern, oder darf ich auch einfach mal mein Leben leben? Oder es vielleicht sogar unverschämter Weise genießen?

Einfach nur etwas Kultur, im Theater oder bei einem Konzert, das gerne auch in einer maukigen Kellerkneipe stattfinden kann. Mit Freunden ein paar Biere kippen oder erlesene Rotweine verkosten, bei Käsespießen, Brezeln oder Bratkartoffeln, je nach dem wonach uns gerade der Sinn steht. Oder vielleicht mal wieder ins Kino, einfach nur so, um kurz in eine Fantasiewelt zu gleiten, die Galaxis zu retten und dabei Popcorn zu essen. Ach, das wäre schön. Vielleicht auch wandern oder Federball spielen, um den Kopf frei zu bekommen. All das fällt in diesen Tagen oft schwer. Darf man in dieser Zeit eigentlich lachen und Spaß haben? Man darf es nicht nur, man muss es sogar. Karl Valentin hat gesagt: "Wenn es regnet bin ich glücklich, denn wenn ich nicht glücklich bin, dann regnet es trotzdem." Das sind weise Worte, die wir uns alle zu Herzen nehmen sollten. Nur wenn wir uns selbst auch mal eine Auszeit gönnen und unbeschwert das Leben genießen, können wir genug Kraft tanken, um die ernsten Themen und Probleme des Alltags zu bewältigen und anderen zu helfen. Gerade heute fällt das oft schwer, und doch ist es wichtig, auch mal an sich zu denken. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen (trotz aller weltpolitischen Probleme) viele glückliche Momente und Erlebnisse.

Live long and prosper!

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