Schieder-Schwalenberg

Positive Bilanz im Bürgerbüro Schieder

300 Anfragen betroffener Mitarbeiter
Die Fragen der Schieder-Mitarbeiter waren vielfältig: "Wann muss ich mich arbeitslos melden?", "Welche Leistungen bekomme ich von der Arbeitsagentur?". "Wie kann ich mich weiterqualifizieren?", "Welche Rechte habe ich in einer Transfergesellschaft?" und "Wie viel Geld bekomme ich dort?" Insgesamt sieben Wochen lang beantworteten Sonja Wolter vom Netzwerk Lippe, Melanie Weber und Elke Söpper vom Kreis Lippe sowie Holger Eick von der Arbeitsagentur Detmold im Bürgerbüro Schieder die Fragen.
Seit sich am 18. Juli die Türen des Büros erstmals für die Mitarbeiter des Konzerns und anderer betroffener Unternehmen in Lippe öffneten, gab es insgesamt rund 300 Anfragen von Seiten der Beschäftigten. Die Bilanz fällt positiv aus. "Die Aufgabe der Verwaltung vor Ort musste es sein, den Mitarbeitern in ihrer schwierigen Situation so gut wie möglich zu helfen und zu informieren", erklärt Landrat Friedel Heuwinkel. Unter der Federführung des Kreises Lippe hatte sich im Juli 2007 ein Netzwerk von Institutionen zusammengeschlossen und das Bürgerbüro in den Räumen des Möbelwerks eröffnet. Dabei stand das Büro immer dienstags und donnerstags von 10 Uhr bis 15 Uhr allen Menschen in der Region offen, die in ihren Unternehmen akut von Arbeitslosigkeit bedroht waren. "Auch wenn wir sicherlich nicht alle Fragen sofort beantworten konnten, haben die Mitarbeiter unser Angebot begrüßt", so Sonja Wolter. Auch bei den Insolvenzverwaltern der Schieder-Gruppe kam das Bürgerbüro gut an: "Die Umstrukturierungen am Standort Schieder haben für viele Mitarbeiter tiefgreifende Einschnitte mit sich gebracht. Da war es wichtig, dass für die Mitarbeiter immer ein Ansprechpartner bereit stand", so Dr. Klaus Pannen, der Insolvenzverwalter der Schieder-Möbelwerke. Besonderer Dank von Landrat Friedel Heuwinkel geht an alle Beteiligten, die für die schnelle Umsetzung des Bürgerbüros gesorgt und natürlich die Ansprechpartnern vor Ort, die sich den Fragen der von Arbeitslosigkeit bedrohten Menschen aus den lippischen Unternehmen gestellt haben.

(November 07)