Politik

Zensus 2011 - Statistiker informieren im Kreishaus

Das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik NRW (LDS) informierte jetzt im Detmolder Kreishaus die Kommunen aus den Kreisen Lippe und Höxter über den neuen Zensus 2011. Der Zensus 2011 dient der statistischen Erhebung verlässlicher Einwohnerzahlen unter Einbeziehung der zugehörigen Lebensumstände. In der Veranstaltung informierte das LDS die rund 50 Vertreter aus den Städten und Gemeinden über die Methodik und den aktuellen Planungsstand.  Die letzte Volkszählung fand 1987 statt. Ob die auf dieser Grundlage fortgeschriebenen Daten und Zahlen auch heute noch richtig sind, soll der Zensus 2011 klären. Exakte Bevölkerungszahlen sind beispielsweise eine wichtige Bemessungsgrundlage im Bereich des Länder-Finanzausgleichs oder dem Zuschnitt von Wahlkreisen. "Sämtliche Maßnahmen der Strukturentwicklung basieren auf demografischen Zahlen", erklärte Brigitte Nolting, allgemeine Vertreterin des Landrats in ihrer Begrüßung im Kreistagssitzungssaal. Im Hinblick auf die Erfahrungen von 1987 empfahl sie daher eine vorausschauende Öffentlichkeitsarbeit. Der Zensus 2011 liefert flächendeckende Angaben zu demografischen Merkmalen und Erkenntnisse über die Melderegisterqualität der Gemeinden. Die Vertreter des LDS Joseph Schaefer, Dr. Stefan Boes und Sonja Krügener gaben konkrete Richtlinien zur kommunalen Mitwirkung bei diesem Großprojekt. Joseph Schaefer hob zu Beginn hervor, die Veranstaltung sei ein wichtiger Baustein im Kontext einer frühzeitigen und flächendeckenden Informationskampagne. Die Zusammenarbeit mit den Kommunen wird durch weiterführende Informationsveranstaltungen vertieft werden. Der Zensus 2011 stützt sich im Kern auf vorhandene Daten aus Verwaltungsregistern wie von der Bundesagentur für Arbeit. Diese Daten müssen aufgrund weiterer EU-Vorgaben ergänzt werden. Deswegen benötigt der Zensus 2011 kommunale Erhebungsstellen, von denen die Registerdaten mit Hilfe einer Haushaltsstichprobe, der Erhebung von Sonderanschriften und Einzelfallklärungen bei der Postalischen Gebäude- und Wohnungszählung (GWZ) ergänzt werden. Die Ergebnisse werden mit Hilfe von Kartenmaterial raumbezogen aufbereitet. Weitere Informationen zum Zensus 2011 gibt es im Internet unter www.statistik-portal.de/statistik-portal/zensus

(März 2008)