Kolumne
Lippeportal Januar 2012
Ist das Ende wirklich nah?
Laut pessimistischen Zukunftsdeutern und dem Maya-Kalender geht kurz vor Weihnachten dieses Jahres ja bekanntlich die Welt unter. Persönlich glaube ich das nicht, was auch daran liegen kann, dass ich bereits zu viele Weltuntergänge miterlebt habe. Das große Waldsterben in den 80er Jahren hat nicht nur der Mensch, sondern auch der Wald überlebt.
Durch den Millennium-Bug sollten pünktlich zum Jahreswechsel 2000 alle Rechner explodieren und die Zeugen Jehovas versprechen uns sowieso seit Jahrzehnten ein schnelles Ende, was vermutlich aus organisatorischen Gründen immer wieder verschoben werden musste. Selbst nach Tsunamis, Atomkatastrophen und einer weiteren Folge des Dschungelcamps dreht sich die Welt immer noch. Wer also glaubt, eine Sintflut oder eine Supernova als Ausrede nutzen zu können, um nicht an Weihnachtsgeschenke denken zu müssen, der wird am 22.12.2012, also ein Tag nach dem nicht erfolgten Weltuntergang, wohl ziemlich dumm aus der Wäsche gucken.
Mir persönlich käme so ein Weltuntergang in diesem Jahr auch wirklich sehr ungelegen, wenn doch erst nächstes Jahr der große „Stromberg-Film“ ins Kino kommt. Vielleicht kann man ja einen Kompromiss machen, und es gibt gar keinen Kometeneinschlag, bei dem gleich die ganze Welt untergeht. Vielleicht gibt es erst mal nur eine neue Sendereihe mit der Katzenberger als „Superpromi“, dass wäre dann zwar noch nicht das Ende der Welt, aber auf jeden Fall rein intellektuell schon ziemlich nah dran.
Egal was wir nun vermuten oder befürchten, am Ende des Jahres werden wir wohl alle etwas klüger sein, außer vielleicht gewisse blonde Superpromis.
Ich wünsche Ihnen und uns allen ein gesundes, erfolgreiches (und komplettes) Jahr.


